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Freie Arbeitsgruppe Johanna-Helenen-Heim 2006

Liebe Besucher und Besucherinnen!
Diese Homepage wird wegen „ÜberfĂŒllung“ geschlossen.
Die neue Homepage ist nur ĂŒber den nachfolgenden Link zu erreichen:
www.gewalt-im-jhh.de/hp2/index.html
Diese “alte” Homepage bleibt im Netz. Sie ist ein Dokument der Zeit.
Sie dient der Forschung und Mahnung.
Freie Arbeitsgruppe JHH 2006

Wer dies Kind aufnimmt in meinem Namen, der nimmt mich auf; und wer mich aufnimmt, der nimmt den auf, der mich gesandt hat.
Lukas 9, 47-48

Der Webmaster der Homepage hat das an dieser Stelle zunĂ€chst angebrachte Bild wieder entfernt, weil die „Evangelische Stiftung Volmarstein“ (ESV) unter Androhung „rechtlicher Schritte“ die „Freie Arbeitsgruppe Johanna-Helenen-Heim 2006“ (FAG JHH 2006) zur Entfernung aufgefordert hat. NĂ€heres siehe:  „ESV droht der FAG“ mit dem entsprechenden Schreiben der ESV vom 15. 01. 2008.

4 3/4 Fenster - zwei Schulklassen. Darunter die Leichenhalle.
Davor Freude: Endlich SpielgerĂ€te!

Ersatzfoto: Ina HĂŒffer, 26.06.07, ErklĂ€rung rechts

Ansicht: Hofseite des Johanna-Helenen-Heimes. Hinter den 2 linken Fenstern war die Klasse 3 und 4. Darunter die Treppe zur ehemaligen Leichenhalle, in der Verstorbene aus den anderen AnstaltshÀusern und aus der Klinik aufgebahrt wurden. Hinter den 3 rechten die Klasse 5 - 8.

Öffnete man in den 1950er und 1960er Jahren die TĂŒr zum Johanna-Helenen-Heim, so sah man in einen Abgrund der WillkĂŒr, der Zerstörung, der Gewalt, der Angst und der Einsamkeit. Man blickte in das „Herz der Finsternis“.
Die Historiker Prof. H.-W. Schmuhl und Dr. Ulrike Winkler, 26. MĂ€rz 2009, Martinskirche der Ev. Stiftung Volmarstein

Erst jetzt finden etliche Betroffene den Mut und die Kraft, ĂŒber das dort Erlittene zu sprechen. Es erfĂŒllt uns mit Scham, was dabei zutage tritt. Aber wir dĂŒrfen uns davor nicht verschließen; denn wenn dieses Unrecht nicht beim Namen genannt wird, wird die WĂŒrde der betroffenen Menschen heute genauso verletzt wie damals.
Bischof Dr. Wolfgang Huber
Vorsitzender des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD)
Auszug aus seinem Vortrag auf dem Tag der Lehrerinnen und Lehrer in der
Evangelischen Kirche von Westfalen am 10. MĂ€rz 2006 in Dortmund

„Ich kann öffentlichen sagen, dass ich mich entschuldige, aber ich wĂŒrde mehr noch sagen, ich schĂ€me mich dafĂŒr, dass in unseren Heimen so etwas vor sich gegangen ist und Kinder wirklich auch gebrochen wurden in ihrem Willen und ihre WĂŒrde derart verletzt wurde.“
Margot KĂ€ĂŸmann in der Sendung „Menschen und Schlagzeilen“ im NDR Fernsehen (14. Januar 2009)

Liebe Besucher dieser Homepage!

Auf den hier folgenden Seiten, ganz konkret unter dem Button “Erinnerungen”, wird ein besonderes Kapitel bundesdeutscher Geschichte dokumentiert. Diese Homepage dokumentiert einen Teil Kirchengeschichte und einen Teil Heimgeschichte. Sie dokumentiert einen Zeitraum zwischen etwa 1947 und 1967. Es ist ein Zeitraum, den viele Menschen, die mit dieser Zeit nicht konfrontiert werden möchten, gern in die Nachkriegszeit verschieben wollen und damit eine Rechtfertigung suchen, die den Tenor hat: „Damals, -  nach dem Krieg war es eben so“.

Auf dieser Homepage werden Verbrechen dokumentiert. Verbrechen an Kindern. Und, was ganz besonders schlimm ist, Verbrechen an den Hilflosesten von ihnen, nÀmlich an körper- und geistigbehinderten Kleinkindern und Kindern.

Wenn es Ihre Nerven nicht zulassen, dann brechen Sie an dieser Stelle einfach ab.

Ort des Geschehens sind die damaligen OrthopĂ€dischen Heil-, Lehr- und Pflegeanstalten in Volmarstein. Dies ist ein Ort auf einem HĂŒgel an der Ruhr, heute ein Vorort der Stadt Wetter.

FĂŒnfzig Jahre vor diesen Verbrechen meinte ein Pastor, der eine behinderte Tochter hatte, etwas Gutes fĂŒr die Menschheit tun zu mĂŒssen und grĂŒndete hoch oben auf diesem HĂŒgel die sogenannten KrĂŒppelanstalten Volmarstein. Wie oben schon erwĂ€hnt, wurden daraus die OrthopĂ€dischen Heil-, Lehr- und Pflegeanstalten. Im ersten Haus dieser Anstalten - quasi das zweite Haus des AnstaltsgrĂŒnders - im Johanna-Helenen-Haus befand und befindet sich auch heute noch eine Etage fĂŒr behinderte Kinder. Diese Etage war aufgeteilt in drei Zonen: Ein Trakt fĂŒr behinderte MĂ€dchen, ein Trakt fĂŒr behinderte Jungen und ein Trakt fĂŒr behinderte Kleinkinder gemischten Geschlechtes.

Auf dieser Etage und in den drei KlassenrĂ€umen zwei Etagen tiefer haben sich in den Jahren von 1947 bis etwa 1969 unheimliche Gewaltorgien an Kindern abgespielt. Etwa vierzig bis sechzig Kinder haben alle Facetten der Gewalt erlebt. An ihnen wurde physische, aber auch psychische und auch, was sich erst in dem letzten Jahr herausgestellt hat, sexuelle Gewalt ausgeĂŒbt. Die Akte der Gewalt finden Sie auf den nachfolgenden Seiten aufgefĂŒhrt.

Es sind mehrere GrĂŒnde, die uns veranlaßt haben, diese Homepage zu erstellen. Lassen Sie uns zunĂ€chst bemerken: Mit „uns“ ist die „Freie Arbeitsgruppe JHH 2006“ genannt, wobei JHH den Namen des Hauses meint, in dem die meisten Verbrechen stattgefunden haben, nĂ€mlich im Johanna- Helenen–Heim.

Eines Tages klingelte das Telefon und der Webmaster dieser Homepage, ich, Helmut Jacob, selbst ein JHH-Kind aus damaliger Zeit, erhielt einen Hinweis auf ein Buch des Spiegel-Redakteurs und Autors Peter Wensierski. Es trĂ€gt den Namen „SchlĂ€ge im Namen des Herrn“ und schildert ZustĂ€nde in Heimen der evangelischen und katholischen Kirche und staatlicher Einrichtungen. Hier handelt es sich allerdings um Erziehungsheime. Der Anrufer sagte: „So etwas Ă€hnliches ist doch bei euch auch passiert. Willst du nicht darauf reagieren?“ Nun abonniere ich die Zeitung nicht, in der die Buchbesprechung zu lesen war. Darum sagte der Anrufer mir zu, mir diese Wochenzeitung „Unsere Kirche“ zuzusenden. Als ich sie erhielt, hatte ich wenig Lust, auf diese Buchbesprechung zu reagieren. Schließlich wurde ich plötzlich wieder mit meiner Vergangenheit vor vierzig bis fĂŒnfzig Jahren konfrontiert. Ich hatte gedacht, unter diese Vergangenheit einen Schlußstrich gezogen zu haben. Erinnerungen kamen hoch. Erinnerungen, die weh taten, Erinnerungen, die ich ad acta gelegt hatte. Im Rahmen der Verarbeitung dieser Erinnerungen in den Folgetagen wurde ich sehr aggressiv, weil ich erkannte, daß an uns damaligen Kindern ungeheure Verbrechen verĂŒbt wurden. Ich schrieb also einen bewußt wĂŒtend formulierten Leserbrief zu dieser Buchbesprechung. Damit, so hoffte ich, ist das Kapitel erledigt und ich könnte mich wieder meinen AlltagsgeschĂ€ften zuwenden.

Es folgte ein Leserbrief von D. Ulrich Bach, Pastor i. R., der auch in dieser Anstalt tĂ€tig war, und ein freundlich gehaltener Brief des Anstaltsleiters bis Ende 2006, Ernst Springer, der mir seine Anteilnahme zusicherte. JĂ€h aus meinem Dasein wurde ich gerissen, als ich hörte, daß eine ehemalige MitschĂŒlerin, Marianne Behrs, schilderte, wie sie die Wochenzeitung “Unsere Kirche“ mit zu ihrem Arzt genommen hatte, um in der Wartezeit etwas zum Lesen zu haben und wie sie meinen Leserbrief las und angesichts der Erinnerungen, die in ihr hochkamen, in der Arztpraxis zusammengebrochen ist. Der Arzt mußte ihr - wenn man das so ausdrĂŒcken will - „Erste –Hilfe“ leisten und sie wieder auf die Beine stellen.

Danach erhielt ich ihre Kindheitserinnerungen, die sie vor etlichen Jahren einmal geschrieben hatte. Ich habe diese Kindheitserinnerungen bestimmt ĂŒber zehnmal gelesen und war und bin immer noch erschĂŒttert ĂŒber das Leiden dieses damals kleinen MĂ€dchens, von dem ich nie so direkt erfahren habe, wie aus diesem Bericht. Vieles, was sie schildert, habe ich einfach nicht mitbekommen. Diese Kindheitserinnerungen und quasi als Kontrastprogramm der Leserbrief von  Ernst Springer, zu der Zeit noch Anstaltsleiter, in „Unsere Kirche”, der so gar nicht zu seinem warmherzigen Brief paßt, den er mir persönlich geschickt hatte (Sie finden ihn auf den unteren Buttons dieser Homepage), haben mich letztendlich gezwungen, mich mit der Vergangenheit zu beschĂ€ftigen.

Dann ging es Schlag auf Schlag. Ein Leserbrief nach dem anderen folgte in „Unsere Kirche“. Auch die Tageszeitung „WestfĂ€lische Rundschau“, Lokalredaktion Wetter, interessierte sich fĂŒr diese Vergangenheit. Und andere Behinderte meldeten sich.

So haben wir im August 2006 die „Freie Arbeitsgruppe JHH 2006“ gegrĂŒndet. Namensgeber ist D. Ulrich Bach, verstorben am 8. MĂ€rz 2009. Zu ihr gehören fĂŒnf Betroffene, nĂ€mlich Wolfgang Möckel, der heute in Holland lebt, Klaus Dickneite, Horst Moretto, Marianne Behrs und der Unterzeichner. Vier ehemalige Mitarbeiter, nĂ€mlich Diakon Jochen Twer und Diakon Eberhard FlĂŒgge, die damals DiakonenschĂŒler im JHH waren, Christel FlĂŒgge, damals Diakonische Helferin im JHH und zu Lebzeiten D. Ulrich Bach, Seelsorger, Theologe, der wĂ€hrend dieser Zeit bis etwa 1996 Seelsorger in den damaligen OrthopĂ€dischen Heil- und Pflegeanstalten war, haben ihre SolidaritĂ€t bekundet und unterstĂŒtz(t)en als vollwertige Gruppenmitglieder, beratend und mahnend die Arbeit.

Auf dieser Homepage will die „Freie Arbeitsgruppe JHH 2006” zunĂ€chst nur dokumentieren. Wir wollen so wenig wie nötig und wenn möglich, nichts kommentieren. Wir finden, daß das Material, auf dieser Homepage zusammengetragen, fĂŒr sich spricht und fĂŒr sich selbst dokumentiert, was zwischen etwa 1947 und 1967 in den damaligen OrthopĂ€dischen Anstalten Volmarstein passiert ist.

Die heutige Evangelische Stiftung Volmarstein, die Rechtsnachfolgerin der eben genannten Einrichtung, hat sich nicht schuldig gemacht!

Unsere Homepage soll nicht nur unsere AufarbeitungsbemĂŒhungen, sondern auch die der heutigen Evangelischen Stiftung dokumentieren. Aus diesem Grunde hat die FAG dem heutigen Vorstandssprecher JĂŒrgen Dittrich zugesagt, seine eigenen BeitrĂ€ge, Gedanken und auch Stellungnahmen auf dieser Homepage einzustellen.

Ein weiteres Ziel ist mit dieser Homepage verbunden: 40 Jahre spĂ€ter gibt es etliche behinderte MĂ€nner und Frauen, die immer noch unter den Verbrechen dieser Zeit leiden. Die vielfĂ€ltigsten Leiden dieser ehemaligen Kinder sind in ihren Kindheitserinnerungen und in ihren Schilderungen der heutigen Situation nachzulesen. Was sehr betroffen macht, ist allerdings, daß es immer noch ehemalige SchĂŒler und SchĂŒlerinnen gibt, die nicht einmal mit ihrem Ehepartner ĂŒber diese Schreckenszeit sprechen wollen, die vor ihren Ehepartnern diese Zeit im Dunkeln halten. Sie zu ermutigen, ist auch Ziel dieser Homepage. Indem sie lesen, daß sich immer mehr ehemalige SchĂŒler und SchĂŒlerinnen, aber auch immer mehr ehemalige Mitarbeiter öffnen und sich trauen, ĂŒber diese Zeit zu berichten, sollen auch sie den Mut bekommen, ihr Schweigen zu brechen.

Wie wichtig Aufarbeitung ist, erleben wir wöchentlich, immer dann, wenn Wolfgang Möckel oder ich mit Menschen sprechen, die diese Zeit erlebt haben, oder wenn ich Mitmenschen beobachte, die vor einem Jahr noch verschlossen und völlig verĂ€ngstigt waren und nun zunehmend mehr Selbstvertrauen, Selbstbewußtsein, Mut im Umgang mit ihrer Umwelt, im Umgang mit Behörden aufbauen.

Noch einmal der Hinweis: Diese Homepage ist nichts fĂŒr schwache Nerven. Sollten Sie trotzdem weiterhin auf ihr surfen, sind Sie eingeladen, uns Ihre Empfindungen, Ihre Gedanken mitzuteilen. Wir stellen allerdings nichts ungeprĂŒft ins Internet. Obszöne AusdrĂŒcke, Beleidigungen jeder Art, finden auf unserer Homepage keinen Platz. Wenn Ihre Meinung aufrichtig ist, dann finden Sie diese unter dem Button „Meinungen“ wieder. SelbstverstĂ€ndlich sind wir fĂŒr Kritik offen. Auch solche BeitrĂ€ge stellen wir ein.

Freundlichst
Ihre FAGJHH2006
   Helmut Jacob
     (Sprecher)

im November 2006

ĂŒberarbeitet 31. 01. 2008
ĂŒberarbeitet 05. 02. 2008 (Zeitraum der BrutalitĂ€ten von 1953 auf 1947 berichtigt)
ĂŒberarbeitet 24. 03. 09 (Ableben Ulrich Bach angemerkt)

Foto Volmarstein um 1950 am Ende der Seite

Stellungnahme der EKD vom 22. MĂ€rz 2006

an den „Verein ehemaliger Heimkinder e.V.“

"... die Informationen und Erkenntnisse, die in den letzten Wochen durch die Diskussion um das Leiden ehemaliger Heimkinder auch in evangelischen Einrichtungen vermittelt worden sind, liegen vielen Menschen in der evangelischen Kirche schwer auf der Seele...... Was damals in Einrichtungen der Erziehungspflege und der HeimfĂŒrsorge geschehen ist, war Unrecht und kann weder mit dem Zeitgeist noch mit irgendeinem vernĂŒnftigen VerstĂ€ndnis von PĂ€dagogik erklĂ€rt werden, darĂŒber sind wir uns alle einig.. ......

Es ist keine Frage, dass diejenigen, die heute Verantwortung in der Kirche tragen, sich dafĂŒr schĂ€men, was damals in Einrichtungen geschehen ist, die den Namen "evangelisch" tragen oder getragen haben. Der Rat hat den PrĂ€sidenten des Diakonischen Werkes der EKD, Dr. JĂŒrgen Gohde, gebeten, auch im Namen der EKD die damaligen Ereignisse aufzuarbeiten und Begegnungen zwischen den durch die damaligen Ereignisse traumatisierten Menschen und denen, die heute in den Einrichtungen arbeiten, zu ermöglichen. Das Diakonische Werk beschĂ€ftigt sich intensiv mit diesem Thema und bemĂŒht sich darum, dass betroffene diakonische Einrichtungen ihre Archive fĂŒr Nachforschungen öffnen. Nach bisherigem Kenntnisstand gehörten die evangelischen Einrichtungen der HeimfĂŒrsorge und Erziehungspflege, in denen es zu den beklagenswerten MissstĂ€nden gekommen ist, zum Diakonischen Werk, deshalb erscheint es uns als der richtige Weg, das Diakonische Werk mit der Aufarbeitung zu betrauen....... Das Diakonische Werk, dies hat sein PrĂ€sident dem Rat bestĂ€tigt, wird alles fĂŒr einen transparenten Aufarbeitungsprozess Nötige tun und sich damit diesem Aspekt seiner Geschichte stellen. Damit soll den Menschen, die Opfer geworden sind, Gelegenheit gegeben werden zur Darstellung ihrer Erfahrungen, und eine Situation herbeigefĂŒhrt werden, in der es möglich sein könnte, auf der Ebene der unmittelbar Betroffenen und Handelnden um Entschuldigung zu bitten und Entschuldigung zu gewĂ€hren. Der Rat weiß, dass das fĂŒr die Betroffenen eine entlastende, auch heilende Bedeutung haben kann.

Es geht insgesamt darum, die Opfer in ihrer IntegritĂ€t und GlaubwĂŒrdigkeit wahrzunehmen und ein GesprĂ€ch ĂŒber die Geschichte und die Tradition der Gewalt nicht nur in der FĂŒrsorgeerziehung möglich zu machen. Das Buch von Peter Wensierski und die öffentliche Diskussion eröffnen eine vielleicht letzte Chance, die Aufarbeitung der FĂŒrsorgeerziehung aktiv anzugehen, weil sowohl diejenigen, die als Erzieher oder Mitarbeiter in diesem Feld tĂ€tig waren, als auch die Menschen, die Traumata davongetragen haben, noch miteinander ins GesprĂ€ch kommen können. Ein Weg in die Zukunft lĂ€sst sich nur mit den Betroffenen finden......"

 http://www.vehev.org/Informationen.html

Ich wĂŒnsche Ihnen und den Heimkindern viel Erfolg, erstens bei der persönlichen Aufarbeitung (die tut weh), zweitens bei der gesellschaftlichen Rehabilitation (die ist mĂŒhsam) und schließlich fĂŒr eine angemessene finanzielle Anerkennung der BeschĂ€digungen in den Heimkinderbiographien (die kommt auch dem Ansehen unserer Gesellschaft zugute).

Mit freundlichem Gruß
Dierk SchÀfer
Evangelische Akademie

Von:
"Schaefer Dierk" <Dierk.Schaefer @ Ev-Akademie-Boll.de>
Datum:
Mon, 31 Mar 2008 09:38:10 +0200
An:
<email @ gewalt-im-jhh.de>

 


Mir fehlt die Kraft auf Ihrer Seite weiter zu lesen.
Der Beitrag von (MB) hat mich fassungslos gemacht.
Mir gehen soviele Gedanken durch den Kopf, das ich zur Zeit nicht die richtigen Worte finde...
machen sie weiter, sagen sie den Menschen was damals passierte.
KĂ€mpfen sie um Gerechtigkeit die Ihnen damals so grausam genommen wurde!!!
Ich wĂŒnsche Ihnen vom Herzen das sie es so schaffen ihre schlimmsten Erinnerungen zu verarbeiten.
Sie haben keine Schuld, sie sind die Opfer, schÀmen sie sich nicht!!!
Ich bin sprachlos...

Betreff:
Homepage
Von:
soohappy @ web.de
Datum:
Fri, 11 Apr 2008 09:27:37 +0200
An:
email @ gewalt-im-jhh.de

  

Ich bedaure sehr, was mit Ihnen Schreckliches geschehen ist.
Hoffentlich finden viele von Ihnen die Kraft, auch noch nach 40 Jahren,
die schlimmen Erlebnisse zu verarbeiten. Ich wĂŒnsche es Ihnen
von ganzem Herzen.
Ich selbst habe 1965 in einem Heim der evangelischen Kirche
im Rheinland, als junge Erzieherin von 19 Jahren, meinen Berufsweg
begonnen.Das Heim wurde von einem Diakon geleitet.
In drei Jahren TĂ€tigkeit habe ich nur liebevollen und konsequenten
Umgang mit den uns anvertrauten Kindern und Jugendlichen erlebt,
und ich danke Gott noch heute,dass es auch solche Menschen gab
die mich fĂŒr mein spĂ€teres Leben mit geprĂ€gt haben.
Mit den besten WĂŒnschen
Ruth Bengen

Von:
Ruth Bengen <ruth.bengen @ freenet.de>
Datum:
Fri, 11 Apr 2008 20:25:01 +0200
An:
email @ gewalt-im-jhh.de

  

Sehr geehrter Herr Jacob,
ich habe die Gechicht von Marianne auf Ihrer Seite gelesen. Ich bin erschĂŒttert. Wie kann solche Dinge hier in Europa geschehen?
... Ist sie jetzt zumindest glĂŒcklich und gesund?
 Ich habe selbst Polio.
Ich bin erschĂŒttert: wie können  Nonnen so grausam sein?
Ich weine
Danke fĂŒr die Seite.
Herzlichste GrĂŒĂŸe Eliane Luft
20. Juli 2008, 14:07 Uhr
Von: Eliane Luft <ElianeluftÀtweb.de>
An:
"'Helmut Jacob'" <email @ helmutjacob.de>

  

Johanna-Helenen-Heim: ein Haus des Grauens, da lĂ€uft einen eiskalt der Schauer ĂŒber den RĂŒcken und so stelle ich mir die Hölle vor. Wieviel Leid kann ein Kind ertragen?
Wie können Kinder mit solchen grausamen Erlebnissen ĂŒberleben?
Der Titel des Buches von Wensierski: "SchlĂ€ge im Namen des Herrn", trifft hier nicht zu. FĂŒr dieses Heim mĂŒsste es heissen: "Verbrechen im Namen des Herrn".
Ich hoffe fĂŒr alle geschundenen ehemaligen Heimkinder dieser Hölle, die Wiedergutmachung bzw. EntschĂ€digung, die es Ihnen ermöglicht zu fĂŒhlen, dass die an ihnen ausgeĂŒbten Verbrechen auch ernst genommen werden. Eine Heilung ist nicht möglich zu tief sind die körperlichen und seelischen Wunden und Narben. Aber es kann eine kleine Linderung geben. Ich kann nur hoffen, dass die Kirchen ihre Verantwortung ernst nehmen. In tiefer SolidaritĂ€t mit den Opfern
Herzlichst Erika

von Erika Tkocz,am 29.03.2009 um 01:13 http://www.derwesten.de/nachrichten/staedte/wetter/2009/3/27/news-115613523/detail.html#comments

  

Selbst ein "FĂŒrsorgezögling"der spĂ€ten 60er wie ich es war steht erschĂŒttert und fassungslos diesen Schandtaten gegenĂŒber.Die Forderung,das Leiden der körperbehinderten Kinder eigens am rundem Tisch in Berlin zu behandeln kann ich nur unterstĂŒtzen.Ich wĂŒrde vorchlagen,nicht nur eigens behandeln sondern vorrangig.Finanzielle UnterstĂŒtzung und eine ausreichende,qualifizierte Betreuung im Alter sollten als erstes auf der Tagesordnung stehen.

von Arwin G., am 30.03.2009 um 10:34 http://www.derwesten.de/nachrichten/staedte/wetter/2009/3/27/news-115613523/detail.html#comments

Volmarstein um 1950

Der Webmaster dieser Homepage hat sich bemĂŒht, nach bestem Wissen und Gewissen und unter BerĂŒcksichtigung der ihm bekannten Gesetze und Richtlinien zur InternetprĂ€senz, diese Homepage zu gestalten. Es wurden zwei RechtsanwĂ€lte zur ÜberprĂŒfung der Homepage hinzugezogen und die empfohlene KĂŒrzung aller Namen derer, die sich, in welcher Form auch immer,  an den Kindern und Kleinkindern schuldig gemacht haben, vorgenommen. Dem Begehren der ESV, ein Bild zu entfernen, wurde entsprochen. Selbst auf Nachfrage wurde kein weiteres Bild als Eigentum der ESV benannt. Zu den Inhalten der Homepage vertritt die FAG JHH 2006 ausdrĂŒcklich die Meinung, dass eine solche Homepage nur subjektiv ihre Intention wiedergeben kann. Außerdem ist die ESV eingeladen, ihre Sichtweise auf unserer Homepage darzustellen. Sollte der Webmaster dennoch gegen irgendwelche Gesetze oder Richtlinien zur Erstellung einer Homepage verstoßen haben, bittet er um sachdienliche und belegbare Hinweise, die ihm helfen, solche Fehler umgehend zu korrigieren. Nur ĂŒbelgesinnte Menschen und solche, die sich an der Unwissenheit unerfahrener Menschen bereichern, also Abzocker, greifen sofort und ohne VorankĂŒndigung zur Justizkeule. Solche Menschen sollten sich schĂ€men. Der Webmaster erklĂ€rt schon an dieser Stelle, dass er lieber vor den Richter oder die Richterin tritt, als an solche Abzocker zu zahlen. Im ĂŒbrigen werden solche VorgĂ€nge auf dieser Homepage und in Internetforen dokumentiert.